Deutschland, Niedersachsen: G mit Niedersachsen – Bildungs- und Beratungsstelle. (Extended Content)

Foto: Alireza Husseini

Darüber müssen wir sprechen. Jetzt. Nicht erst morgen.
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Nichts hat die globale und unsere alltägliche Welt zurzeit so im Griff wie die sogenannte „Corona-Krise“ und der Umgang mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2. Damit sich die hochansteckende Lungenkrankheit Covid-19, die aus dem Virus resultiert, nicht weiterhin ausbreitet und das deutsche Gesundheitssystem überlastet, sind im März 2020

verschiedene Maßnahmen von der deutschen Bundesregierung erlassen worden, wie beispielsweise eine Ausgangssperre in Bayern und anderen Bundesländern, die bundesweite Schließung von Schulen und Kitas, Geschäften, Cafés, Bars, Restaurants, Theatern und Kulturzentren oder ein generelles soziales (körperliches) Kontaktverbot.

Kritik an diesen Maßnahmen zu üben ist aktuell schwierig, da schnell der Vorwurf im Raum steht, den Virus und seine Auswirkungen nicht ernst genug zu nehmen oder sich unsolidarisch zu verhalten. Von daher soll hier zu Beginn bereits bemerkt sein, dass auch wir den Virus nicht als ungefährlich ansehen und uns bewusst ist, dass das Risiko, an dem Virus zu sterben für verschiedene Menschen ungleich hoch ist.

Zudem läuft ein Text, der in der Zeit entsteht, in der die Maßnahmen zur Eindämmung noch gültig sind, Gefahr, vorschnelle Schlüsse zu ziehen und dadurch die besprochenen sozialen Phänomene in ihrer Komplexität zu reduzieren oder nur einen zu eingeschränkten Blick auf sie zu besitzen. Vielleicht werden manche Geschehnisse, die wir aktuell erleben, in einem Jahr völlig anders interpretiert.

Trotzdem scheint es uns sinnvoll, bereits jetzt zu beginnen, über die aktuelle Zeit zu schreiben und den Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der „Corona-Krise“ zu legen. Denn ja, es ist eine Krise, die wir gerade erleben. Eine Krise, die uns ausnahmsweise alle trifft. Doch sie trifft uns nicht alle in gleichem Maße. Darüber wollen wir in der folgenden Artikelserie schreiben. Wir wollen kritische Fragen stellen über Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten in der Krise, über Privilegien und wen die „Stay-at-home-Maßnahmen“ wie betreffen, über Solidarität und über Auswirkungen der Pandemie für unterschiedliche soziale Gruppen. Wir, das ist ein Team von Bildungsreferent*innen der Bildungs- und Beratungsstelle G mit Niedersachsen (VNB e.V.) aus Hannover. Hauptsächlich arbeiten wir zu den Themen Gender und Geschlechterverhältnisse, Diskriminierung, Flucht, Migration, Intersektionalität und Rassismus.

In dem ersten Artikel geht es um Geschlechtergleichstellung in Zeiten einer Pandemie und um die Frage, was der Coronavirus und die damit verbundenen gesellschaftlichen Wandlungsprozesse für die Geschlechtergleichstellung in Deutschland bedeutet.

Stay safe. Stay awake. Stay flexible.“

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ÜBER
G mit Niedersachsen: Bildungs- und Beratungsstelle zu Geschlechtergleichstellung und Migration.

G mit Niedersachsen bietet landesweit Bildung und Beratung zu allen Fragen des gleichberechtigten Zusammenlebens an.
Wir veranstalten Workshops, Fachtage, Seminare und Schulungen für verschiedene Zielgruppen (Haupt- und Ehrenamtliche) und bieten Ihnen Informationen zu den Themenfeldern Gender, Diversität, Migration, Teilhabe, Geschlechtergleichstellung und Flucht.
Getragen wird G mit Niedersachsen vom VNB, (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.).
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